Raabenwolle

unbekanntes Bockrad

Auch dieses mal ist mir meine „schlechte“ Angewohnheit, im Netz und in einem bekannten Kleinanzeigenportal herum zu zappen, um „nur mal so“ nach interessanten Spinnrädern zu schauen, zum „Verhängnis“ geworden. Nur mal eine kleine Nachfrage bei dem Verkäufer stellen und meine Neugier stillen: was ist denn das wohl für ein Rädchen? Hab ich ja noch nie gesehen … Eigenbau? Umgebaut? Repariert? Oder aus gar aus mehreren zusammengestückelt? 

Und schon ist es passiert: nachgefragt und dann lockt der Preis… und schwupps: gekauft. Tja.

Und dann kommt, so wie bei diesem Rad hier, ein Paket. WOW! Dachte ich beim anheben: das ist ja schwer. Und nach dem Auspacken: uuuups. Das ist ja auch viel größer, als ich es vom Foto her angenommen habe. 10 stolze Kilo. Nix mit „kleinem Rädchen“.

*hmmm* und was ist das eigentlich für eine Spule? Der riesige Spinnkopf kommt mir vage bekannt vor. Ein „Moswolt“? Der direkte Vergleich zu einem „Hammerrad“ brachte zwar viel Ähnlichkeiten zutage, war aber letztlich die falsche Idee. Aber eine gute Spur: denn in meinen alten Unterlagen fand ich die Bestätigung: es handelt sich hier um den großen Spinnflügel, welcher auf den Traub-Rädern verwendet wurde.   (Foto/Scan: Katalog Fa. Traub)

Bleibt also die Frage: wer hat das Rad gebaut?

Demnächst werde ich es auseinander bauen und genauer unter die Lupe nehmen. Wenn ich es geschliffen und repariert habe, überlege ich weiter, was ich damit tun möchte. Vielleicht wird es das erste Rad, welches ich dazu einsetzen werde, Spinnkurse zu geben.

Und dann könnte ich es vielleicht sogar bemalen … das wäre einem echten Eigenbau doch angemessen, nicht wahr? So würde daraus ein wirkliches Unikat!

Lasst Euch überraschen … ich werde hier berichten!