Raabenwolle

Kromski „Mazurka“

Bei diesem Schätzchen handelt es sich auf den ersten Blick um ein Spinnrad der Firma Kromski, eine sogenannte „Mazurka“. Auf den zweiten Blick erkennt man jedoch, das es sich hier um einen Nachbau handelt. Besonders auffällig ist das Trittbrett, welches beim Original über den unteren Querholm herausragen würde.
Obwohl viele Nachbauten nur als Dekoration gefertigt wurden, gibt es dennoch einige Räder, deren Spinnköpfe voll justierbar sind und die aus diesem Grund geübten Spinner/innen zum spinnen taugen. So ist es auch bei diesem Rad gewesen, welches mir im Oktober 2015 von einer guten Freundin vererbt wurde und inzwischen eine neue, stolze  Besitzerin gefunden hat.

Wer immer über die Anschaffung einer solchen Schönheit nachdenkt, sollte aufpassen, ein Original zu bekommen. Oder ein wirklich gut gefertigten Nachbau – so wie dieses hier. Die „Mazurka“ war einfach sauber und liebevoll gefertigt und in einem hervorragenden Zustand, als ich sie übernahm. Nachdem ich sie noch etwas sauberer gemacht und frisch gewachst hatte, strahlte diese wie neu. Das Holz ließ sich herrlich anfassen, ganz glatt und diese Drechselarbeiten waren wunderschön anzusehen.

Zum Herumstehen war sie mir wirklich zu schade, und so bin ich froh, das sie jetzt bei einer Bekannten steht, die mit der Lady zu arbeiten weiß. Diese spinnt übrigens am allerliebsten Seide auf der kapriziösen Schönen – das passt auch zu den grazilen Spulen und dem sanften Einzugsverhalten.