Raabenwolle

„Michi“ von Schwarzenstein

Im Herbst 2015 erreichte meine Experimentierfreudigkeit in Bezug auf Wollfasern und die Möglichkeiten, sie zu verspinnen, einen echten Höhepunkt. Ich verspann alles, was mir unter die Finger kam – stellte jedoch fest, das kurze Fasern echte Anforderungen an die technischen Möglichkeiten eines Spinnrades stellten. Meine „Elisabeth 30“ machte schon so vieles möglich, was ich nie auf meinem „Traditional“ versponnen bekommen hätte. So begann ich mich zunehmend für die technischen Details der einzelnen Spinnräder zu interessieren … und als ich bei einem Spinntreffen das erste Mal ein „Michi“ von Schwarzenstein zu Gesicht bekam (und es netterweise Probe spinnen durfte), war es um mich geschehen. Zusammen mit einer Freundin bestellte ich mir ein „Michi“ … und wartete (und sparte) unendliche 20 Monate darauf, bis ich es Weihnachten 2017 geliefert bekam. Perfekt und sicher eingepackt lag es unter dem Baum … ich konnte es gar nicht fassen.

Und was für ein phantastisches Rad ich da nun hatte – es war (und ist) einfach nur ein Traum! Ich will jetzt nicht allzusehr auf die technischen Details eingehen (der geneigte Leser mag hierzu das WWW befragen) aber es ist nicht nur optisch reine Zukunftsmusik – es spinnt auch wie vom anderen Stern. Kein klappern, rattern, ruckeln – nicht einmal ein winziges Zupfen an der Spinnfaser. Stufenlos einstellbar, Kugelgelagert, verschleißfrei, wartungsarm, in raffiniertester technischer und handwerklich perfekter Umsetzung ermöglicht es sogar das Spinnen kürzester und glattester Fasern:  25mm Stapellänge bei Hundeunterwolle? Gar kein Problem.

Diese Spinnrad ist schnell zusammenklappbar, vielfach erweiterbar, leicht und doch robust.
Obwohl es optisch kaum noch als Spinnrad zu erkennen ist, ist es für mich jetzt schon eine Stil-Ikone!

 

PS: Und als nächstes teste ich das neue Handspindelset …
Vielen Dank dafür, Herr von Schwarzenstein – ich melde mich dazu noch einmal telefonisch!