Unser ersten Schwedenurlaub führte uns nach Björndalen, in die Nähe von Rimbo, was etwas oberhalb und nordwestlich von Stockholm gelegen ist. Björn hatte das kleine rote Ferienhaus auf einer Online-Buchungsplattform entdeckt und wir fanden es beide auf Anhieb super hübsch. Klein, gemütlich, mit einer steilen Stiege, die zur Bettplattform unter dem flachen Dach führt.
Mittelschweden war jedenfalls sehr freundlich zu uns: angenehm warm, sonnig, mit tollen Wattewolken, leichtem Wind und trockenem Wetter – und ganz ohne Mücken! Aber dafür mit Mengen von Blaubeeren in lichten Nadelwäldern, in welchen hie und da rote Holzhäuser auftauchen. Mit sanften Hügeln, Wiesen und Kornfeldern, Seen und Tümpeln, großen Blindschleichen und Unmengen von Schmetterlingen, vielen Pferden und einigen Kühen. Geradezu klischeehaft schwedisch, was die Landschaft angeht, auch die großen Felsen, wie sie so überall hingewürfelt herumliegen – und wie sie so malerisch mit Moosen, Flechten oder Farn bewachsen sind. Und es gibt auch etwas kleinere Felsen, etwa Schubkarrengroß, die sich, zu kleinen Gruppen getürmt, unerwartet mitten im Wald finden. Und es gibt leckere Steinpilze und schöne Braunkappen… und Minikröten, die den Weg hüpfend kreuzen.
Und dann sind da natürlich auch noch die netten Schweden, welche (gefühlt) alle Englisch und viele gut Deutsch sprechen, die höflich und dabei doch herzlich sind. Deren rücksichtsvolle Art, Auto zu fahren. Es gibt Radwege, die nur zu zwei dritteln Breite geteert und zu einem Drittel mit Sand belegt sind, damit Reiter und Pferd diese auch hufschonend nutzen können. Und Linienbusse, die Menschen von Bushaltestellen mitnehmen, welche direkt an Autobahnausfahrten liegen! Handy-Apps, mit welchen man unkompliziert Straßen- oder Brückenmaut bezahlen kann – oder (minutengenau abgerechnet) seinen Innenstadtparkplatz im Parkhaus.
Schweden hat uns in dieser kurzen Zeit, in der wir hier sein durften, sehr beeindruckt. Wir kommen bestimmt nochmal wieder!
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